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24.06.2021, 11:59 Uhr

Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner bei Winzern der Region

(Groß Oßnig Der Weinanbau in der Lausitz hat sich etabliert und entwickelt sich zu einem wichtigen Faktor in der Region. Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner informierte sich auf Einladung von Dr. Schulze bei einem Gespräch mit Winzern und Landwirten der Region über die Besonderheiten in einer vom Kohlebergbau und Strukturwandel geprägten Region.

Die Landwirtschaft als größter Flächennutzer wird immer Auswirkungen auf die Umwelt haben, deshalb sind Veränderungen bei der Nutzung von Pflanzenschutzmitteln oder beim Insektenschutz notwendig, aber mit Augenmaß, betonte die Ministerin.
Der Weinanbau in der Lausitz kann in dieser Hinsicht punkten. Auf den Weinbergen der Region werden vorrangig widerstandsfähige Rebsorten gepflanzt, die nur bei sehr schwierigen Bedingungen Pflanzenschutzmittel benötigen. Der Wein wird regional vermarktet und findet guten Absatz.

Der zunehmende Wassermangel in der Lausitz ist dagegen ein großes Problem, das Winzer und Landwirte vor enorme Herausforderungen stellt, die nur gemeinsam mit der Politik zu lösen sind. Konzepte müssen angepasst und neue Ideen gesucht werden, zur Wasserspeicherung, dem Ausbau von Brunnen oder zur Kompensation entstandener Schäden.

Ein weiteres Problem ist der Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP), der Schweinehalter der Region bereits zum Aufgeben gezwungen hat. Die bestehenden Maßnahmen zur Eindämmung müssen verstärkt werden, um die Dynamik des Ausbruchs zu bremsen, sind sich alle Teilnehmer einig.

Auch die Problematik von Flächendevastierungen durch den Braunkohlebergbau und der Umgang mit dem Wolf wurden thematisiert.

Ministerin Julia Klöckner zeigte sich beeindruckt vom Engagement der Winzer und Landwirte, die unter schwierigen Bedingungen zukunftsfähige Konzepte entwickeln.

Einen besonderen Dank richtete Julia Klöckner an den Bundestagsabgeordneten Dr. Schulze, der als Stimme der Region in Berlin anerkannt ist.