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11.06.2021, 09:57 Uhr

Vorsitzender Schulze leitet zum letzten Mal die Sitzung des Parlamentskreises Biosphärenreservate in der 19. Legislaturperiode

 „Wir als Parlamentskreis Biosphärenreservate haben in dieser Sitzungswoche das letzte Mal für die 19. Legislaturperiode getagt. Das war die letzte Sitzungsleitung für mich als Vorsitzenden dieses Parlamentskreises“; erklärte Schulze nach der Sitzung.

Der Parlamentskreis tauschte sich in der vergangenen Sitzung zu internationalen Themen aus: „Wir haben einen Blick auf die Welt geworfen. Lutz Möller,  Stellvertretender Generalsekretär der Deutschen UNESCO Kommission, hat einen interessanten Einblick in das umfassende Weltnetz der Biosphärenreservate gegeben, “ so Schulze. Es gibt 714 UNESCO-Biosphärenreservate in 129 Staaten, die ein einmaliges Weltnetz bilden und teilweise untereinander in Kooperationen zusammen wirken. 21 dieser Biosphärenreservate sind grenzüberschreitend und haben Flächen in zwei oder drei Nachbarstaaten. Am Beispiel der langfristigen internationalen Partnerschaft zwischen dem deutschen Biosphärenreservat Rhön und dem südafrikanischen Biosphärenreservat Kruger-to-Canyons erklärte Möller, wie eine Zusammenarbeit vor Ort aussehen kann.

Noch konkreter beschrieb Eugen Nowak, Leiter des Biosphärenreservats Spreewald, die Zusammenarbeit zwischen dem Biosphärenreservat Schwarzwald und den Biosphärenreservaten in Myanmar. Seit Jahren findet hier reger Austausch statt, Projekte werden gemeinsam erarbeitet und durchgeführt und das Lernen voneinander unterstützt beide Reservate in ihrer Arbeit für die jeweilige Region. Die IPS-Stipendiatin in Schulzes Berliner Team, Margary Martinez, berichtete über die Biosphärenreservate in ihrer Heimat Kolumbien. Einen Schwerpunkt setzte sie beim Biosphärenreservat Seaflower, welches durch zwei Hurrikane im vergangenen Jahr massiv beschädigt wurde.

Peter Südbeck,  Vorstandsvorsitzender Nationale Naturlandschaften e. V, Leiter Nationalpark- und Biosphärenreservatsverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer, berichtete im zweiten Themenblock der Veranstaltung über Partner-Initiativen in den deutschen Biosphärenreservaten als eine Grundlage nachhaltigen Wirtschaftens. Schulze resümiert: „Eine interessanter Abend mit vielen neuen Erkenntnissen. Ich hoffe stark, dass der Parlamentskreis auch in der kommenden Legislaturperiode weiterlaufen wird. Biosphärenreservate sind nicht nur als Hotspot für Natur- und Artenschutz, sondern auch als Tourismusmagnet und Wirtschaftsfaktor Schätze für die jeweiligen Regionen und unverzichtbar.“



Foto: Weissstorch auf einer gemähten Wiese, von Eugen Nowak, Leiter UNESCO-Biosphärenreservat Spreewald